Wenn das Ca:P-Verhältnis nicht stimmt/Cuando la relación Ca:P no está bien

3. August 2025

Die Folgen eines langfristig unausgewogenen Ca:P-Verhältnisses

Dauerhaft zu hoher Calziumanteil:

Ein dauerhaft zu hoher Calciumanteil in der Ration – wie er leicht bei strohreichen Futterkonzepten entstehen kann – verschiebt das empfindliche Gleichgewicht des Calcium-Phosphor-Verhältnisses zu Ungunsten des Phosphors. Das Problem: Phosphor ist essenziell für die Energieversorgung auf Zellebene, für die Bildung gesunder Knochen, Zähne und Zellmembranen. Ein Übermaß an Calcium hemmt jedoch die Phosphoraufnahme im Dünndarm, wodurch trotz ausreichender Phosphorzufuhr ein funktioneller Mangel entstehen kann. Die Folge können ein reduziertes Wachstum, Muskelschwäche, ein stumpfes Fellbild, schlechter Hufhornaufbau oder – bei Jungtieren – sogar Entwicklungsstörungen sein. Auch Blasenprobleme und eine erhöhte Neigung zu Harngrieß oder Harnsteinbildung sind möglich, da überschüssiges Calcium über den Urin ausgeschieden wird und sich dabei im Harntrakt ablagern kann. Gerade bei Pferden mit strohbetonter Fütterung ist es deshalb wichtig, gezielt Phosphorquellen wie Weizenkleie, Hafer oder Luzerne in die Ration zu integrieren, um das Verhältnis im physiologischen Rahmen (idealerweise 1,5:1 bis 2:1 zugunsten von Calcium) zu halten.

Dauerhaft zu hoher Phosphoranteil:

Umgekehrt ist ein echter Phosphorüberschuss – also über das Gleichgewicht hinaus – ebenfalls kritisch zu betrachten. Überschüssiger Phosphor kann sich negativ auf die Calciumverwertung auswirken und bei längerer Überversorgung zu einer sogenannten sekundären Calcium-Mangelversorgung führen. Besonders bei jungen Pferden kann dies die Knochenstabilität beeinträchtigen, während bei adulten Pferden das Risiko für Harnsteinbildung steigt. Zudem kann ein dauerhaft erhöhter Phosphorgehalt die Nieren belasten – ein Aspekt, der bei stoffwechselempfindlichen oder älteren Pferden nicht unterschätzt werden darf. Auch das Risiko einer Darmdysbiose steigt, wenn zu viel Phosphor (v. a. in mineralischer Form) die Schleimhautreizungen fördert oder das mikrobielle Gleichgewicht stört.

👉 Fazit: Ein ausgewogenes Calcium-Phosphor-Verhältnis ist kein „nice to have“, sondern die Basis für gesunden Stoffwechsel, stabile Knochen und funktionierende Zellprozesse. Gerade bei strohreichen Rationen oder hohem Einsatz von Einzelfuttermitteln sollte regelmäßig überprüft werden, ob die Balance stimmt – idealerweise nicht nur rechnerisch, sondern auch mit Blick auf das einzelne Pferd und seine spezifischen Bedürfnisse.


Consecuencias de un desequilibrio a largo plazo en la relación Ca:P


Contenido de calcio excesivamente alto:

Un contenido de calcio excesivamente alto en la ración, que puede ocurrir fácilmente con piensos ricos en paja, altera el delicado equilibrio de la relación calcio-fósforo en detrimento del fósforo. El problema: el fósforo es esencial para el aporte energético a nivel celular y para la formación de huesos, dientes y membranas celulares sanos. Sin embargo, un exceso de calcio inhibe la absorción de fósforo en el intestino delgado, lo que puede provocar una deficiencia funcional a pesar de una ingesta adecuada de fósforo. Las consecuencias pueden ser un crecimiento reducido, debilidad muscular, un pelaje opaco, un desarrollo deficiente del tejido córneo o, en animales jóvenes, incluso trastornos del desarrollo. También son posibles problemas de vejiga y una mayor tendencia a la formación de sedimentos o cálculos urinarios, ya que el exceso de calcio se excreta en la orina y puede depositarse en el tracto urinario. Especialmente para caballos con una dieta a base de paja, es importante incorporar específicamente fuentes de fósforo como salvado de trigo, avena o alfalfa en la ración para mantener la proporción dentro de los límites fisiológicos (idealmente de 1,5:1 a 2:1 a favor del calcio).


Contenido permanentemente excesivo de fósforo:

Por el contrario, un exceso real de fósforo, es decir, uno que supere el equilibrio, también debe considerarse críticamente. El exceso de fósforo puede afectar negativamente la utilización del calcio y, si se sobrealimenta durante un tiempo prolongado, provocar lo que se conoce como deficiencia secundaria de calcio. Esto puede afectar la estabilidad ósea, especialmente en caballos jóvenes, mientras que en caballos adultos aumenta el riesgo de formación de cálculos urinarios. Además, un contenido permanentemente elevado de fósforo puede sobrecargar los riñones, un aspecto que no debe subestimarse en caballos metabólicamente sensibles o mayores. El riesgo de disbiosis intestinal también aumenta si un exceso de fósforo (especialmente en forma mineral) promueve la irritación de las mucosas o altera el equilibrio microbiano.


👉 Conclusión: Una proporción equilibrada de calcio y fósforo no es solo un lujo, sino la base de un metabolismo sano, huesos fuertes y procesos celulares funcionales. Especialmente con raciones ricas en paja o un uso elevado de piensos individuales, se deben realizar controles regulares para garantizar que el equilibrio sea correcto, idealmente no solo desde el punto de vista matemático, sino también teniendo en cuenta las necesidades específicas de cada caballo.

17. September 2025
DE: Hufrehe-Pferde richtig ernähren – was viele falsch machen Wenn ein Pferd an Hufrehe (Laminitis) erkrankt, ist die erste Reaktion vieler Besitzer verständlicherweise Panik. Futter wird gestrichen, vermeintlich gefährliche Nährstoffe sofort gemieden. Andere greifen zu teuren Spezialprodukten, weil sie hoffen, damit ihr Pferd sicher zu versorgen. Doch oft werden dabei die wirklich entscheidenden Punkte übersehen: die individuelle, bedarfsorientierte Ernährung des einzelnen Pferdes. Häufige Fehler in der Fütterung von Rehepferden Alles weglassen : Viele reduzieren radikal die Futtermenge oder streichen alle Kraftfutter und Ergänzungen. Die Folge ist oft ein Mangel an Eiweiß, Spurenelementen und Vitaminen , der die Regeneration verzögert und den Stoffwechsel zusätzlich schwächt. Nur Spezialprodukte füttern : Andere setzen auf teure, speziell beworbene Rehe-Futter. Diese sind zwar oft niedrig in Zucker und Stärke, decken aber nicht automatisch den Bedarf des individuellen Pferdes. Das Gesamtbild vergessen : Alter, Rasse, Typ, Gewicht, Muskulatur, Vorgeschichte (z. B. EMS oder Cushing) – all das wird häufig nicht ausreichend in die Rationsplanung einbezogen. Worauf es wirklich ankommt 1. Zucker- und stärkearme Grundversorgung Das Grundprinzip bleibt: Zucker und Stärke reduzieren , um den Stoffwechsel zu entlasten. Wichtig ist eine bedarfsgerechte Raufutterversorgung – also qualitativ gutes Heu und/oder Futterstroh , so kombiniert, dass Energie- und Nährstoffbedarf deines Pferdes optimal gedeckt sind. Welche Mischung aus Heu und Stroh passt, hängt vom individuellen Typ, Gewicht und Gesundheitszustand ab. 2. Der richtige Eiweißgehalt Eiweiß wird oft fälschlicherweise als Hauptproblem gesehen. Dabei gilt: Zu wenig Eiweiß schwächt Muskulatur, Immunsystem und Regeneration. Zu viel Eiweiß belastet den Stoffwechsel unnötig, da überschüssiges Eiweiß abgebaut werden muss. Die richtige Menge richtet sich nach Körpergewicht, Alter, Trainingszustand und Gesundheitslage . 3. Spurenelemente und Mineralstoffe Viele Laminitis-Pferde haben durch Stoffwechselprobleme einen erhöhten Bedarf an Spurenelementen , etwa Zink, Kupfer, Mangan und Selen. Auch ein ausgewogenes Calcium-Phosphor-Verhältnis ist wichtig – gerade wenn Stroh oder Kleie in der Ration vorkommen. Ein gutes Mineralfutter , angepasst an die individuelle Situation, ist hier entscheidend. 4. Vitamine Besonders wichtig sind die B-Vitamine für die Darmflora sowie Vitamin E als Antioxidans für Muskulatur und Stoffwechsel. Eine gesunde Versorgung unterstützt die Heilung und beugt Rückfällen vor. 5. Das Pferd als Ganzes betrachten Jedes Pferd ist anders: Alter – Senioren haben andere Ansprüche als Jungpferde. Rasse & Typ – robuste Ponys reagieren anders als empfindliche Warmblüter. Gewicht – Übergewicht ist ein Risikofaktor, Untergewicht schwächt die Regeneration. Vorgeschichte – EMS, Cushing oder chronische Darmprobleme beeinflussen die optimale Ration. Die richtige Ernährung ist also kein Standardrezept, sondern muss individuell aufgebaut werden. Fazit: Laminitis-Fütterung bedeutet nicht , einfach alles wegzulassen oder blind zu Spezialprodukten zu greifen. Es geht darum, den individuellen Bedarf deines Pferdes zu kennen und darauf eine ausgewogene, bedarfsgerechte Ration aufzubauen – mit passender Grundversorgung, angepasstem Eiweiß, Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen. 👉 Dein Pferd hat Laminitis? Du brauchst Unterstützung oder Hilfe bei der Ernährung? Dann kontaktiere mich gerne – gemeinsam erstellen wir einen Ernährungsplan, individuell auf dein Pferd angepasst. ES: Alimentar correctamente a los caballos con Laminitis – los errores más comunes Cuando un caballo sufre Laminitis , la primera reacción de muchos propietarios es, comprensiblemente, de pánico. Se reduce el alimento, se evitan de inmediato los nutrientes considerados peligrosos. Otros recurren a productos especiales y costosos con la esperanza de cubrir así las necesidades de su caballo. Pero a menudo se pasan por alto los aspectos realmente decisivos : una alimentación individual y adaptada a las necesidades de cada caballo. Errores frecuentes en la alimentación de caballos con Laminitis Eliminarlo todo : Muchos reducen de forma drástica la cantidad de alimento o suprimen todos los piensos concentrados y suplementos. El resultado suele ser una deficiencia de proteínas, oligoelementos y vitaminas , que retrasa la regeneración y debilita aún más el metabolismo. Dar solo productos “especiales” : Otros confían en piensos caros para caballos con Laminitis. Aunque normalmente tienen bajo contenido en azúcar y almidón, no cubren automáticamente las necesidades del caballo en particular. Olvidar la visión global : Edad, raza, tipo, peso, desarrollo muscular, historial (por ejemplo EMS o Cushing) – todo esto a menudo no se tiene en cuenta al planificar la ración. En qué hay que fijarse realmente 1. Base de forraje pobre en azúcares y almidón El principio fundamental sigue siendo: reducir azúcares y almidón para aliviar el metabolismo. Es esencial una aportación de forraje adaptada a las necesidades : heno de buena calidad y/o paja para alimentación, combinados de forma que cubran de manera óptima los requerimientos de energía y nutrientes de tu caballo. La proporción adecuada de heno y paja depende del tipo, peso y estado de salud individual . 2. El nivel adecuado de proteína A menudo se ve la proteína como el gran problema , pero en realidad: Demasiada poca proteína debilita la musculatura, el sistema inmunitario y la capacidad de regeneración. Un exceso de proteína sobrecarga innecesariamente el metabolismo, ya que el excedente debe eliminarse. La cantidad correcta depende de peso corporal, edad, nivel de entrenamiento y estado de salud . 3. Oligoelementos y minerales Muchos caballos con Laminitis presentan, debido a problemas metabólicos, una mayor necesidad de oligoelementos , como zinc, cobre, manganeso y selenio. También es importante mantener una relación calcio-fósforo equilibrada , especialmente cuando en la ración se incluye paja o salvado. Un buen suplemento mineral , adaptado a la situación individual, es fundamental. 4. Vitaminas Son especialmente relevantes las vitaminas del grupo B , que apoyan la flora intestinal, así como la vitamina E como antioxidante para la musculatura y el metabolismo. Un buen aporte de vitaminas favorece la recuperación y previene recaídas. 5. Ver al caballo en su conjunto Cada caballo es diferente: Edad : los caballos mayores tienen otras necesidades que los jóvenes. Raza y tipo : los ponis rústicos reaccionan de manera distinta a los sangre caliente sensibles. Peso : el sobrepeso es un factor de riesgo; el bajo peso dificulta la regeneración. Historial clínico : EMS, Cushing o problemas intestinales crónicos influyen en la ración óptima. La alimentación correcta no es una receta estándar , sino un plan que debe construirse de forma individual . Conclusión: Alimentar a un caballo con Laminitis no significa simplemente suprimir todo ni depender ciegamente de productos especiales. Se trata de conocer las necesidades individuales de tu caballo y, a partir de ellas, elaborar una ración equilibrada y adecuada , con un forraje de calidad, un nivel de proteína ajustado, minerales, oligoelementos y vitaminas. 👉 ¿Tu caballo tiene Laminitis? ¿Necesitas apoyo o ayuda para su alimentación? Contáctame : juntos elaboraremos un plan nutricional individual adaptado a tu caballo.
28. August 2025
DE: Kotwasser beim Pferd – kleine Fütterungsfehler mit großer Wirkung
Braunes Pferd mit übermäßig langem, lockigem Fell als typisches Symptom der Cushing-Krankheit (PPID
von Steffi Ulrich 15. August 2025
„Was tun bei Cushing beim Pferd? Symptome erkennen, Ursachen verstehen und Fütterung optimal anpassen – praxisnah erklärt.“